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Wissenschaftliche Tiere

Im Labor, der 5. Station der Ausstellung, empfängt ein Graupapagei, stellvertretend für Alex, den berühmten sprechenden Graupapagei, die Besucher. Diesem afrikanischen Papagei wurde von Prof. Irene Pepperberg, Universität von Arizona, beigebracht, Lautfolgen der englischen Sprache zur Identifikation, Anforderung, Zurückweisung, Kategorisierung und Mengenangabe von mehr als 100 Gegenständen zu benutzen. Anhand eines uns von Frau Pepperberg zur Verfügung gestellten Filmes, können wir Alex bei seinen Übungen beobachten. Ein anderer berühmter sprechender Papagei wird in rekonstruierter Form ausgestellt, der Papagei von Alexander von Humboldt. Ein Originalraumanzug für Hunde, den ersten Botschaftern der Menschen im All, wird uns, ebenso wie ein Raumanzug für einen Affen und die Dermoplastik des Hundes Strelka, vom Kosmonautenmuseum Moskau zur Verfügung gestellt.

Daß besonders kleine Tiere in der Lage sind, technische Kommunikation zu stören, zeigen wir mit einigen Objekten unserer hauseigenen Sammlung und am Beispiel von Teredon-Würmern, die in der Lage sind, Unterseekabel ihrer Funktionsfähigkeit zu berauben.

Das Tier in den Medien

 Affe

In der 6. Station heißen wir den Besucher in unserem Kino willkommen. Anhand des Affen, der den Besucher am Eingang erwartet, wird dargestellt, wie die Medien unsere Bilder vom Tier prägen. Von King Kong, dem wilden Untier, über Tarzan, der von Affen aufgezogen wird, zum Planet der Affen, wo die Affen herrschen und der Mensch zum Tier degenert ist, führt uns der Dschungelpfad in die deutsche Fernsehserienwelt, die in früheren Jahren durch Daktari und dem Affen Cheetah geprägt wurde und heutzutage „Unser Charly“ in T-Shirt und kurzen Hosen zum Familienmitglied erklärt.Da der Tierfilm zu den stärksten Interessengebieten der Fernsehzuschauer zählt, werden hier populäre Beispiele gezeigt, selbstredend auch von sprechenden Tieren. Exponate wie der „Minol-Pirol“ stehen exemplarisch für die Funktionsweise der tierischen Verführer, d.h. wie das Tier in der Werbung benutzt wird. Literaturbeispiele wie „Der gestiefelte Kater“, „Das Dschungelbuch“, Dr. Dolittle und seine Tiere“, „Animal Farm“ und „Herr und Hund“ von Thomas Mann zeigen, dass Tiere nicht nur in Märchen und Fabeln eine gewichtige Rolle einnehmen.


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 17. Dezember 2006 )
 
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